4/30/2017

Über das Schreiben.

Wenn ich jemanden neu kennenlerne, komme ich im ersten Gespräch irgendwann auf meine Hobbies zu sprechen. Das erste, was ich sage, ist seit ich in der Grundschule war das selbe: Schreiben. Dafür ernte ich meistens verwunderte Blicke. Viele verstehen gar nicht, was ich meine und wenn ich erkläre, dass ich meine eigenen Geschichten schreibe, es mir aber nicht ums Veröffentlichen geht, weichen die verwunderten Blicke fassungslosen. Das ist der Anlass für diesen Beitrag, meine kleine Geschichte, wie ich zum Schreiben kam. 

Was das Lesen und Schreiben lernen angeht, war ich ein Frühzünder. Mit vier Jahren fing ich an, Verwandte, die mir vorgelesen haben, zu verbessern, wenn sie einen Fehler machten, weil ich durch das ständige Vorlesen viele Wörter aufgeschnappt hatte. Demnach ist es nicht verwunderlich, dass mir einfach gestrickte Kinderbücher in der Grundschulzeit schnell zu langweilig wurden. Also lieh ich mir in der zweiten Klasse, mit acht Jahren, den ersten Harry Potter Band in der Bibliothek bei uns im Dorf aus. Diesen zu lesen, dauerte logischerweise seine Zeit, doch ich lies mich nicht davon abbringen. Mit dem Beenden dieses ersten, verhältnismässig dicken Buches waren zwei Leidenschaften geboren, die bis heute bestehen. Einerseits natürlich das Lesen, die Bibliothek wurde für mich zu einer häufigen Anlaufstelle. Andererseits wollte ich meine eigenen, fantastischen Welten erschaffen. 


Also begann ich, in der Schule lange Aufsätze zu schreiben, die oft über das Ziel hinaus schossen. Weil mir das nicht genug war, und weil meine Klassenlehrerin nur den Kopf schüttelte, begann ich mit eigenen Weltentwürfen und Kurzgeschichten. Wie diese aus dem Kopf einer Grundschülerin entsprungenen Fantasien aussahen, weiss ich heute selbst nicht mehr. Weil ich so viele, verschiedene Gedanken im Kopf hatte, liess ich sie ohnehin nach wenigen Tagen fallen. Damals schrieb ich hauptsächlich, weil jene Gedanken andernfalls nicht still sein wollten. 

Der Gedanke, Autorin zu werden, keimte natürlich in mir auf. In der sechsten Klasse wurde mir dann erzählt, dass das nicht so einfach ginge und dass man unendlich viel Glück haben muss, wenn man einen Roman veröffentlichen möchte. Bekommt man das als Elfjährige zu hören, fällt man aus allen Wolken. 

Daraufhin wollte ich mir ein anderes Hobby suchen und doch kam ich immer wieder zum Schreiben zurück, weil die Gedanken und Ideen nicht verschwinden wollten. Erst langsam, im Lauf der Zeit auf dem Gymnasium, begriff ich, dass es, wenn man gerne schreibt, nicht darum geht, als Autorin sein Geld zu verdienen. 


Aber wieso schreibe ich dann ?

Ich liebe Schreiben. Ich liebe es wie nichts anderes auf der Welt - meinen Hund, meine Familie und meine Freunde eventuell ausgenommen. Obwohl es nicht so einfach ist, wie man vermuten mag, sondern oftmals darin besteht, ein leeres Word Dokument eine Stunde lang anzustarren, nur um es genauso leer zu schliessen. 

Schreiben ist mehr, als Wörter zusammenzufügen. Bevor man soweit kommt, erschafft man seine eigene Welt mit eigenen Regeln. Dem Alltag entfliehen. Kritik am Alltag üben. Unerwartete Inspiration. All das sind Faktoren, die mich meine Welten schaffen liessen. Man bevölkert diese Welt mit Figuren. In allen von ihnen steckt ein kleiner Teil von mir selbst. Sie alle haben ihre ganz eigene Geschichte, die im späteren Buch wenn überhaupt angeschnitten wird. Schliesslich plant man die Geschichte, von Anfang bis Ende, und erst dann kommt der Teil mit den Wörtern, die man zu Sätzen formt. Während all diesen Schritten kommt die Inspiration nie, wenn ich nach ihr suche, sondern unerwartet, in Liedern, Beobachtungen, oder sogar dem Wetter, wie bei meinem aktuellen Buch. 

Ich greife aus den verschiedensten Gründen zu Stift und Papier - obwohl alles auf meinem Laptop endet, beginnt jeder meiner Schreibversuche immer handschriftlich -. In schlechten Zeiten, war das Schreiben mein Ventil, um allem Luft zu machen oder in Wunschvorstellungen zu versinken. Damals schrieb ich vorrangig Gedichte, die sich nie reimten. Meine Romane, wenn man sie so bezeichnen mag, sind Gesichten, die aus der zufälligsten Inspiration wachsen und erzählt werden wollen, weil sie mich andernfalls nicht mehr in Ruhe lassen. Es erfüllt mich mit Stolz, meine eigenen Welten und meine Figuren wachsen zu sehen. 

Meine Liebe zum Schreiben ist eine Mischung aus alldem. Ohne sie wäre auch mein Blog niemals entstanden, der meine drei grössten Leidenschaften - Schreiben, Mode und Fotografie - vereint. In erster Linie ist es mit dem Schreiben wie mit letzteren Leidenschaften: Ich schreibe für mich selbst. 


Doch auch der Wunsch, einen Teil von mir zurückzulassen, der Welt etwas von mir zu geben, das meine Zeit überdauert, ist in meinem Hinterkopf. Hat ihn nicht jeder Mensch, nur mit anderen Ansätzen. Für Sportler beispielsweise das Erzielen von Rekorden oder für Musiker das Schaffen eines Welthits ? Ist es nicht menschlich, Angst zu haben, vergessen zu werden, wenn man zu Lebzeiten nichts für die Ewigkeit schafft ?

Bisher hat sich das nie ergeben und ich lege es nicht darauf an. Ungelogen habe ich mich gegenüber der Achtjährigen, die wirre Aufsätze schrieb, natürlich verbessert und durchs ständige Schreiben, werde ich mich immer weiter verbessern, das ist nur normal. Zwei Bücher habe ich beendet, beide würde ich nach heutigem Stand niemandem zu lesen geben. Wenn mir danach ist, zurück in sie abzutauchen, werde ich sie überarbeiten und sehen, was daraus wird. Mein aktuelles Buch ist aus den verschiedensten Gründen nicht verlagstauglich. Die Geschichte ist eine grosse Herzensangelegenheit für mich, aber ich würde sie nicht einmal an einen Verlag schicken, wenn mir jemand Geld dafür bezahlt, weil nichts dabei herauskäme. Zudem hätte ich Angst, durch den mit dem Autorendasein einhergehenden Druck meine Liebe zum Schreiben zu verlieren.

Ich würde mich nie als Autorin sehen, auch nicht als Schreiberin, sondern eher als Träumerin, die ihre Träume in Worte zu fassen versucht. Denn wenn ich in zwanzig Jahren eins gelernt habe, dann, dass man tun sollte, was einem am Herzen liegt, egal was andere darüber denken und wie die jeweiligen Umstände sind. Schreiben macht mich nicht immer glücklich. Es lässt viele Emotionen in mir aufkeimen, die zu gleichem Masse positiv und negativ sind. Vielleicht ist das ein Grund mehr, wieso mir diese Leidenschaft so am Herzen liegt. Diese Emotionen machen das Geschriebene nur realer.


Interessieren euch mehr solche drauf los geschriebenen Posts zu verschiedenen Themen ?
Oder mehr Posts zum Thema Schreiben, Inspiration oder meiner Schreibideen ? 

Habt einen schönen Sonntag ! ♡

4/23/2017

Veganer Karottenkuchen.

Ihr Lieben,

wer mich kennt, der weiss, was mein Hauptnahrungsmittel ist: Karotten. Ungelogen, ich könnte mich von ihnen ernähren, ohne mit der Wimper zu zucken und ohne sie schnell leid zu werden ! Es ist ein Wunder, dass ich noch keine orangefarbene Haut habe. Am liebsten esse ich sie roh, auch gekocht sage ich nicht Nein, aber experimentierfreudig war ich mit meinen geliebten Karotten bisher nie. Das änderte sich, als ich Lust bekam, einen Kuchen zu backen. Also habe ich kurzerhand ein Rezept, das eigentlich für Zucchini Kuchen ist, abgewandelt. Beim nächsten Mal muss ich definitiv mehr Backpulver nehmen, damit der Kuchen noch mehr aufgeht. Sei es drum, das Ergebnis zeige ich euch heute.


Die Zutaten:

180g Mehl
1 Tasse gemahlene Haselnüsse
1 EL Backpulver
2 1/2 EL Apfelmus
1 EL Ahornsirup
1 Prise Salz
Zimt nach belieben
150 ml (Soja)milch 
1 Tasse geriebene Karotten


Die Zubereitung:

1. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
2. Die trockenen Zutaten vermengen und gut durchmischen.
3. Alle Zutaten, bis auf die Karotten, hinzugeben und noch einmal gut durchmischen. Ist der Teig zu fest, mehr Sojamilch hinzugeben, ist er zu flüssig, mehr Mehl (ich mache das ganze immer nach Augenmass). 
4. Die Karotten raspeln und hinzugeben.
5. Den Teig in eine gut eingefettete Kastenform füllen.
6. 20-30 Minuten backen, zwischendurch mit einem Zahnstocher überprüfen, ob der Kuchen fertig ist.


Verratet mir doch, was euer liebster Kuchen ist ! 
Einen schönen Sonntag wünsche ich euch. ♡

4/16/2017

The Cat Dress [and my dog].

Hi ihr Lieben !

Ich weiss nicht, wie es euch geht, aber früher war ich Secondhand Läden gegenüber eher skeptisch. Kleidung zu tragen, die vorher jemand anderem gehörte, erschien mir seltsam. Irgendwann wurde mir mein erstes Secondhand Teil mitgebracht und ich änderte meine Meinung langsam, aber stetig, vollkommen. Mittlerweile liebe ich es, sei es im Internet oder in kleinen Vintage Botiquen, nach schönen It-Pieces zu suchen, die zweifellos nicht jeder hat.

Genau so verhielt es sich mit dem Kleid, das Teil meines heutigen Outfits ist. Vor etlichen Jahren gab es bei Zara ein ähnliches Kleid mit Katzenprint, das in meiner Grösse immer ausverkauft war, wenn ich nachschaute. Aufgrund dessen bin ich vor Freude beinahe ausgerastet, als ich dieses ähnliche Kleid in einem Secondhand Laden entdeckte. Mein Vater findet es grausam, aber ich für meinen Teil halte es für einen wahren Hingucker !

Schreibt mir eure Meinung zu Secondhand Läden gerne in die Kommentare !

Frohe Ostern. ♡


Kleid: Secondhand; Jeansbluse, Socken, Strumpfhose: H&M; Schuhe: Amazon; Schmuck: No Name.